Trendabfrage: Gesamtschule ankreuzen!

Schule und Bildung

Liebe Eltern,

in dieser Woche ist der Startschuss für eine Trendabfrage an den Iserlohner Grundschulen gefallen, die Aufschluss darüber geben soll, welche Schulform sie sich für ihr Kind wünschen. Als Eltern von Drittklässlern können sie durch ihr Kreuz an einer der fünf aufgeführten Schulformen: Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sekundarschule und Gesamtschule, Einfluss auf die weiteren Überlegungen und Planungen bezüglich der Iserlohner Schullandschaft nehmen. Der SPD OV Hennen-Kalthof befürwortet die Errichtung einer zweiten Gesamtschule, einem „Trend“ der bereits seit Jahrzehnten „aktuell“ ist. Da wir unseren Schulstandort in Hennen darüber hinaus erhalten wollen und die Attraktivität des Iserlohner Nordens, als ein Stadtteil für Familien weiter stärken möchten, sind wir überzeugt davon, dass Hennen hierfür ein idealer Standort wäre.

Bei der Trendabfrage geht es jedoch vollkommen zu recht ausschließlich um die von ihnen gewünschte Schulform für ihr Kind, da die Erfahrung zeigt, dass Eltern in erster Linie die „richtige“ Schule für ihre Kinder auswählen wollen und der Standort dabei erst einmal eine untergeordnete Rolle spielt.

In Iserlohn müssen viele Eltern seit Jahren bei dem Schulbesuch ihres Kindes einen Kompromiss eingehen, da die vorhandenen Gesamtschulplätze nicht für alle Kinder ausreichen, die an der Schule angenommen werden möchten. Damit Eltern zukünftig nicht nur die Möglichkeit erhalten, die geeignete Schule für ihr Kind auszusuchen, sondern damit das Kind dann auch tatsächlich die favorisierte Schulform besuchen kann, ist ihre Teilnahme an der Trendabfrage so wichtig. Die Mehrheiten im Rat geben ihnen die längst überfällige Möglichkeit das Motto „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ zu realisieren! In diesem Zusammenhang möchten wir sie gerne noch einmal auf die Besonderheiten einer Gesamtschule aufmerksam machen: das Modell „Gesamtschule“ entspricht den pädagogischen Leitideen einer modernen Schule, die den natürlichen Reifungsprozess jedes einzelnen Kindes ermöglicht. Dabei steht die Individualisierung des Kindes und die Förderung zur Selbstständigkeit, sowie ein langes gemeinsames Lernen im Mittelpunkt. Je spezieller die Lernförderung eines Kindes möglich ist, umso geringer ist die Schulangst und umso größer die Lernfreude. Die Durchlässigkeit im vertikal gegliederten Schulwesen funktioniert fast ausschließlich von oben nach unten (vom Gymnasium über die Realschule zur Hauptschule). Aufstiege sind die Ausnahme. Nur ein kleiner Bruchteil der Hauptschülerinnen und -schüler mit dem Qualifikationsvermerk am Ende des Jahrgangs 10 wagt z.B. den Sprung in die gymnasiale Oberstufe. In Gesamtschulen steigen weit mehr Schülerinnen und Schüler auf als ab und erreichen mittlere und höhere Ab-schlüsse. Es verlassen kaum Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule ohne Schulabschluss. Die Oberstufe der Gesamtschule hat dieselben Richtlinien und die gleiche Schulaufsicht wie die Gymnasien. Abiturientinnen und Abiturienten der Gesamtschulen haben die gleichen Erfolge im Beruf und im Studium wie die anderer Schulen. Für das Abitur haben die

Schüler/innen an der Gesamtschule jedoch nach wie vor neun und nicht nur acht Jahre Zeit.

An einer Gesamtschule haben alle Kinder die Chance auf ihren individuellen Schulabschluss!

Mit freundlichen Grüßen
Gez. Gabriele Stange
(Ortsvereinsvorsitzende)

 
 

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