„Demografischer Wandel“ Diskussionsabend mit Franz Müntefering

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Franz Müntefering

Am Freitag, dem 07. September, stand die demografische Entwicklung in Deutschland im Mittelpunkt der Diskussion im Saal von Haus Dröge Adria (Kalthof).

Der SPD Ortsverein Hennen-Kalthof freute sich besonders darüber, dass er mit Franz einen ganz besonderen Experten zu diesem Thema gewinnen konnte.
Franz Müntefering ist unter anderem der Sprecher des Projektes „Generationenpolitik“ und der Arbeitsgruppe „Demografischer Wandel“ der SPD-Bundestagsfraktion.
So verwundert es nicht, dass Franz Müntefering als Hauptredner seine Gedanken zu dem Themenkomplex als Grundlage zu einer sich anschließenden Diskussion mit den rund 80 Interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorstellte.

Die demografische Entwicklung in Deutschland ist u. a. gekennzeichnet durch eine niedrige Geburtenrate, einem erfreulichen Anstieg der Lebenserwartung und einer daraus resultierenden Alterung der Bevölkerung.
Dieser Umbruch und die damit verbundenen Veränderungen und Herausforderungen stellt für unsere Gesellschaft und die Politik eine zentrale Zukunftsaufgabe dar.

Franz Müntefering ist überzeugt davon, dass man Dinge gestalten kann
„Die Demokratie hat keinen Schaukelstuhl“

Immer wieder bemühte Franz Müntefering auch Zahlen und Statistiken um den Unterschied zwischen „Früher“ und „Heute“ zu veranschaulichen.
„Wären bei den 1940 geborenen Frauen 10 Prozent ohne Kinder blieben, seien es bei den 1970 geborenen Frauen bereits 32 Prozent gewesen.“
Franz Müntefering wiederholte mehrfach an diesem Abend, dass er aber keinesfalls Kritik an den Lebensentwürfen moderner Frauen/Familien übt.
„Der Staat kann hier keine Vorgaben machen, aber er kann Instrumente entwickeln, die die Rahmenbedingungen deutlich verbessern“

Der Geburtenrückgang ist zwar der zentrale Grund für den demografischen Wandel.
Aber hier sind regional unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen.
So werden die großen Metropolen weiterhin wachsen, einige Regionen werden ihre Bevölkerungszahlen stabilisieren, andere werden dagegen einen deutlichen Rückgang verzeichnen - bis hin zu einer Halbierung der Bevölkerung.
„Jede Region muss sich daher auf kommunaler Ebene Gedanken über die eigene spezifische Situation machen und der sich abzeichnenden Entwicklung konzeptionell entgegenwirken.“

Franz Müntefering ist überzeugt davon, dass man die Dinge gestalten kann.
“Wenn alle vernünftigen alten, alle vernünftigen jungen und alle vernünftigen Menschen dazwischen eine vernünftige Politik machen.“
Gerade wegen der regionalen Unterschiede beim demografischen Wandel kommt der „kommunale Feinsteuerung“ eine sehr große Bedeutung zu.
Falsche oder ausbleibende Maßnahmen bankrotter Kommunen könnten daher zu „systemischen Problem für die Demokratie“ werden.
Für eine Region wie Südwestfalen sei es wichtig, gute Bildungschancen und eine gute Fachausbildung anbieten zu können. Junge Menschen müssen beworben werden in der Region zu bleiben oder nach dem Studium wieder in die Region zurückzukehren. Die Vergangenheit zeigt, dass Fachkräfte, die einmal die ländliche Region verlassen haben, kaum wieder den Weg in ihre Heimat zurück finden.

Darüber hinaus stellt der frühzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben eine große Herausforderung an das bestehende Rentensystem. Auch hier muss der Lebensplanung der älteren Menschen mit einer Anpassung des Systems Rechnung getragen werden. Man muss kein Mathematiker sein, um zu wissen, dass es ein gewaltiges Problem gibt wenn bei immer geringeren Beitragsjahren die Rentenbezugszeiten steigen. Müntefering ging an dieser Stelle auch auf die aktuellen Pläne von Ursula von der Leyens ein. „Löhne und Renten, hängen ursächlich zusammen. Ordentliche Löhne seien somit die Basis für auskömmliche Renten“.
Die SPD-Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn sei daher auch nicht Relikt einiger „unbelehrbarer Sozis“, sondern ein Thema von großer Aktualität und Dringlichkeit.

Franz Müntefering streifte weitere Felder die nicht mehr zeitgemäß sind und dringend den Entwicklungen der Zeit angepasst werden müssen:
• Leiharbeit
• Mini-Jobs
• sittenwidrig niedrige Löhne
(aber auch sittenwidrig hohe Löhne)
müssen angegangen werden.

Der Fachkräftemangel wird das erste Thema sein, dass die Wirtschaft ereilen wird. „Unternehmen müssten sich daran gewöhnen, um Fachkräfte zu ringen“.
Wichtig sei darüber hinaus, dass alle Berufe, auch die des Erziehers oder des Altenpflegers genug Wertschätzung erfahren und entsprechend entlohnt werden.

 
 

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